Schwelmer Brauerei schließt

Liebe Freunde des guten Geschmacks,

viel wird geschrieben, noch mehr geredet, Gerüchte machen die Runde. Halten wir uns an die Fakten: Anfang der 2000er Jahre ist mit der Traditionsmarke Schlegel ein gutes Stück Ruhrkultur wieder auferstanden. Nachdem Schlegel zuvor von Konzerndenkern eliminiert wurde, gibt es für alle Genießer heute das blonde Glück wieder in der 0,5l Bügelflasche und als Fassbier. Gelungen ist das gegen zahlreiche Widerstände der so genannten Etablierten und in Kooperation mit der Schwelmer Brauerei im Süden des Ruhrgebiets. Dort im Rahmen des Lohnbrauverfahrens nach altem Rezept in kleinen aber feinen Mengen gebraut und abgefüllt.

Nun ist jedoch gewiss, dass die Brauerei in Schwelm nach länger schwebendem Insolvenzverfahren die Pforten schließt. Generell ist das erstmal ein großer Verlust für die Braukultur des Ruhrgebiets an sich. Wieder einer weniger. Einige mögen sich über den Abgang eines Konkurrenten freuen, wir nicht. Aber was bedeutet die Schließung für unser Schlegel?

Wie gesagt, es gibt Schlegel als Flaschen- und Fassbier, und wir tun alles dafür, dass es langfristig so bleibt. Unter dem Eindruck und der Ungewissheit, die ein Insolvenzverfahren automatisch mitbringt, sind wir schon länger auf der Suche nach Alternativen, die den hohen Ansprüchen genügen. Tätig geworden, im Sinne einer Kündigung unserer Kooperation mit den Schwelmern, sind wir aber nicht. Jemandem, der am Boden liegt, eine zu verpassen, ist eben nicht unser Ding. Nun wird es aber akut. Dennoch geht Qualitätssicherung vor Zeit. Schlegel muss nach den eigenen Vorgaben (Rezeptur) gebraut werden. Einen geeigneten neuen Partner zu finden, wird sicher nicht ganz einfach, aber das war es bei Schlegel noch nie. Trotzdem halten wir ein Glas in der Hand und prosten auch in Zukunft: Glück auf!

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Veröffentlicht
10:00:00 01.08.2011
admin