Falsche Flasche?

Liebe Freundinnen und Freunde des guten Biergeschmacks!

Von einem besorgten SCHLEGEL-Kenner haben wir den Hinweis bekommen, dass sich in seiner glücklichen Recycling-Kiste diesmal eine "Fremdflasche" befände.
Also eine, bei der es sich offensichtlich nicht um eine der aktuellen 0,5l Longneck-Flaschen handelt.
Und weil diese Frage bereit schon einmal aufgetaucht ist, möchten wir hierzu etwas Aufklärung leisten.

Wir bemühen uns - soweit es in unseren Möglichkeiten steht - die Produktion unseres SCHLEGEL Bieres möglichst umweltverträglich zu gestalten. Hierbei stellen wir beinahe bei jeder Produktion viele Fragen. Die "glückliche Recycling-Kiste ist eines der großen, sichtbaren Ergebnisse dieser Überlegungen.

Ein weiterer Baustein ist - nicht nur aus Tradition oder ästhetischen Gründen - die Verwendung von Pfandflaschen.

Ginge es nach uns, würde dem Individualisierungswahnsinn bei Kästen (der Kampf ist ja ohnehin längst verloren) zumindest aber bei Flaschen ein Ende gesetzt werden.

Es macht (eigentlich) keinen Sinn, eine in Hamburg getrunkene Flasche wegen ihres selbstherrlichen Reliefs wieder 500 km quer durch die Republik zu fahren, damit sie dann nach vielleicht einem Jahr Wanderschaft wieder auf dem (richtigen) Brauhof steht. Sei´s drum - diese Maßnahmen erreichen das was sie sollen - nämlich kleinen Marken und Brauereien das Leben zu erschweren (also doch Sinn - aber eben nicht für alle).

Wir haben für die Marke Schlegel entschieden, die Toleranz der Flaschenformen bei der Abfüllung nicht zu eng zu fahren und wünschen den nicht ganz formperfekten Falschen somit eine schöne Zwischenstation als SCHLEGEL-Falsche auf dem späteren  Weg in eine Brauerei, die eben diese Form wieder (ausschließlich) verwendet. Das spart Kosten und ist aus unserer Sicht umweltfreundlicher. Frech formuliert könnte man die Fremdformen auch als verdeckte Marktforschung bezeichnen - die entsetzten Rückmeldungen zu den "falschen" Falschen bestärken uns jedenfalls in der Meinung, aktuell eine sehr gelungene Form zu verwenden.

Viel wichtiger ist ja sowieso der Inhalt. Erfahrungsgemäß findet man die Freunde der Glasornamentik ja eher im Museum als im Getränkemarkt - schön wär´s wenn´s so bliebe


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Veröffentlicht
08:32:00 22.10.2013
Dirk Link